Amelia ist endlich da

Die Geburt - Ein Wunder

Unsere kleine Amelia ist nun unser kleines Wunder

Was ist ein Leben ohne diese kleinen Wunder?

Ich möchte euch nun ein wenig über den Weg zu diesem Wunder erzählen.

Dieser Weg ist für eine Frau nicht einfach. Es braucht viel Kraft und Geduld - und das Aushalten bisher unbekannter Schmerzen.

Doch alle Schmerzen und Strapazen geraten in Vergessenheit - wie eine Seifenblase, die schwebend in der Luft zerplatzt - wenn das kleine Wunder nun endlich in deinen Armen liegt.

 

8. März 2017

Weltfrauentag - Was für ein Geschenk

 

9 Monate - 40 Wochen wuchs neues Leben in mir heran. Mein Bauch wurde von Woche zu Woche immer größer und man wurde täglich neugieriger was für ein kleines süßes Mädchen uns nun begrüßen würde... Wir haben ja bereits zwei Töchter bekommen.

Mein Mann ist doch ein Glückspilz, oder? Von so vielen Frauen zu Hause umgeben...

 

Leider verläuft auch diese Schwangerschaft nicht ganz ohne Sorgen - auch diesmal bekam ich das HELLP-Syndrom. Die schwerste Form einer Schwangerschaftsvergiftung. Nun denn - auch diesmal hab ich um jeden einzelnen Tag gebetet, das die Kleine in meinem Bauch verbringen darf.

 

Nach einer anstrengenden Einleitung mit vielen liebevollen Hebammen im St. Marien Hospital Bonn machte sich dann unsere Amelia dann doch auf den Weg. Dafür suchte sie sich einen besonderen Tag aus - den Weltfrauentag!!!

 

Viele Frauen fragten mich während der Schwangerschaft, wann man weiß, wann es losgeht. Nun, das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Jede Frau empfindet Schmerzen anders. Ich kann das natürlich nur aus meiner eigenen Erfahrung wiedergeben. Die Geburtswehen setzen ein - diese sind so stark, dass ich weder sitzen, noch liegen möchte. Ich halte mich am liebsten irgendwo fest, versuche konzentriert die Wehen zu veratmen und an den Moment zu denken, in dem mein Kind endlich in meinen Armen liegt. Mir half es tatsächlich so viel wie möglich rumzulaufen und nicht im Kreissaal zu sitzen und zu hoffen, dass es bald losgeht...

 

So sind mein Mann und ich dann durch das Krankenhaus gelaufen. Schauten uns die hübsche Kapelle an, die sich mitten in der Klinik befindet (einmal hatte ich eine heftige Wehe in dieser Kapelle - dort saß aber eine Frau, die (so vermute ich) gebetet hat. -Also versuchte ich so schnell wie möglich zu flüchten und habe dann hinter der nächsten Ecke ein wenig rumgejammert :-) ja, Jammern sei bitte erlaubt für alle Frauen in dieser Situation.

 

Ich kann jeder Frau empfehlen sich Gedanken über eine Wassergeburt zu machen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass diese sehr schmerzlindernd ist, was die Geburt um einiges erleichtert. Falls die Wehen jedoch sehr heftig und häufig kommen, kann man jederzeit die Wanne verlassen.

 

Auch diese Geburt habe ich gänzlich ohne die PDA durchgestanden. Natürlich kommt man in einigen Momenten an seine Grenzen und man denkt man würde es nicht weiter schaffen, doch ich hatte meinen liebevollen Eheman dabei, der mir Mut zusprach und mir sanft den Rücken massiert hat. Ohne ihn wäre die Geburt sicherlich halb so schön gewesen. Er brachte mich oft und viel zum Lachen und allein seine Anwesenheit nahm mir viel Schmerz und brachte viel Erleichterung. Ich muss auch jetzt nachhinein noch schmunzeln, wenn ich daran denke, wie er meinen Bauch während der Wehen ganz frech gerieben hat (dadurch wurden die Wehen nur noch stärker), damit die Geburt schneller vorangeht.

 

Alles Jammern hatte dann endlich ein Ende mit einem zauberhaften Kind in meinen Armen.

 

Endlch bist du da - Amelia.

 

 

Ich danke Hebammen Sarah, Laura und Jolanta - ihr seid meine Heldinnen!!! Ihr helft Frauen Kinder zur Welt zu bringen - es gibt keinen wichtigeren Job und den macht ihr verdammt gut!!!

 

Ich danke aber vom ganzen Herzen meinem Ehemann!!! ICH LIEBE DICH!!!